XT Wings Challenge | Mission completed!

Startpunkt Alsterwanderweg

Auf dem Weg im Auto nach Kayhude bekomme ich doch etwas Muffensausen, denn aufgrund der 45minütigen Autofahrt wird mir langsam die Dimension meines Vorhabens bewusst…

Startpunkt des Alsterwanderweges ist die Gaststätte Heidkrug in Kayhude. Nach ein paar Metern an der Bundestrasse heißt es “ab in den Wald”. Auf nadelbedeckten Böden mäandern die Alster und ich durch die schöne Landschaft immer auf der Suche nach gelben Pfeilen, die die Strecke markieren.
Beunruhigt bin ich nur wegen der freilaufenden Hunde, die ja durch den in Hamburg weit verbreitreten 24/7-Extremgriller schon völlig verwirrt sein müssen und mir nach einem mageren Stück Fleisches zu lechzen scheinen. Doch alles klappt wunderbar, ich verlaufe mich nicht und erreiche nach 15 Kilometern die Poppenbüttler Schleuse. Von hier aus kenne ich das Revier und steuere wegen akuten Wassermangels nach weiteren 5 Kilometern ein Cafe an, wo man mir für einen Liter Wasser glatt 7€ abknöpft. War wohl Danziger Goldwasser

Ein paar Meter weiter treffe ich Jemanden, der schon das hinter sich gebracht hat, was ich mir für die Zukunft noch vorgenommen habe. Schwer bepackt mit Trinkrucksack und 5 Flaschen taucht Hauke vor mir auf. Da er schon aussieht wie ein Ultramann, quatsche ich ihn sogleich an und so werden die letzten 17 Kilometer kurzweilig zusammen gelaufen. Allerdings deutlich langsamer, denn Hauke ist zwar auch in Kayhude gestartet, läuft im Gegensatz zu mir aber die Ganze strecke auch wieder zurück. Das macht für ihn dann ein Tagespensum von 75 Kilometern!

Ultrmarathonman

Um 15:30 wollte ich mich ursprünglich auch Ultramarathonman nennen, aber leider ist der Alsterwanderweg tatsächlich nur 36km lang. Mit 3:45 absolviere ich aber immerhin meinen bisher längsten Trainingslauf und zweitlängsten Lauf überhaupt. Und was macht das mit mir? Eigentlich gar nichts außer Spaß und einem Sonnenstich!

Das Equipment hat sich voll bewährt! Die Aufzeichnungen mit dem Nokia N82 werden auf der Nokia Sports Tracker Seite noch einmal deutlich hübscher dargestellt, doch leider fehlt der Code, um es in einen Blog einzubinden. Die GPS Daten in Google Map eingelesen sehen dann so aus:


Größere Kartenansicht

Schuh und Handy werde ich noch etwas ausgiebiger testen und dann ausführlich berichten! Hier noch ein paar Fotos von meinem verhinderten “Quellenlauf”:

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XT Wings Challenge | Von der Quelle an den Strom

Wenn mich bis morgen mein Heuschnupfen oder die Achillessehne nicht dahingerafft hat, soll sie dann steigen: Meine XT Wings Challenge!

Die Idee war von der Alsterquelle bis zur Mündung an der Elbe zu laufen. Das sollte dann mit einer Gesamtlänge von 50km mein erster Ultralauf werden.
Alsterquelle



Leider ist es so, dass der obere Teil des Alsterrinnsals nicht passierbar ist, da er in einem Naturschutzgebiet liegt. So kann ich leider erst beim Alsterwanderweg einsteigen und es fehlen dann 10km. Nichtsdestotrotz wird das immer noch mein längster Trainingslauf werden und sollte aufgrund der hohen Temperaturen Herausforderung genug sein.

Verpflegt wird sich dem Event angemessen mit Alsterwasser, das ich unterwegs mit “combina flüssig” anmischen werde.

Der ganze Lauf wird natürlich per GPS und Foto dokumentiert und es gilt vor allem die XT Wings auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen.

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Frauenschwarm

Nein, keine Sorge, ich bin jetzt nicht endgültig übergeschnappt, es ist nicht von mir die Rede, sondern von Dean Karnazes, gerade unter die Top Ten der “Sexiest Sportsmen” gewählt. Der Mann hat ein absolut inspirierendes und lesenswertes Buch herausgebracht, das schon auf das vorbereitet, was auf mich nach dem Marathon zukommt: DER ULTRAMARATHON!

Kauft das! Leiht das! Lest das, auch wenn Ihr anschließend immer noch nicht begriffen haben werdet wie man tagelang Laufen kann, so werdet Ihr doch inspiriert sein, Eure Grenzen neu auszuloten, auf welchem Sektor auch immer. Das Einzige was man diesem Buch vorwerfen kann ist, manchmal etwas zu amerikanisch zu sein.


“Vielleicht ist meine Geschichte kitschig”, sagt Dean Karnazes, “in jedem Falle aber ist sie ehrlich.” Seit jenem Tag hat der Amerikaner aus San Francisco so ziemlich an jedem Extremlauf teilgenommen. Er lief bei mehr als 50 Grad 215 Kilometer weit durch die Wüste des Death Valley, rannte bei 30 Grad unter Null einen Marathon am Südpol, lief 81 Stunden am Stück und sorgte für Aufsehen, als er 2007 an 50 Tagen 50 Marathons beendete.
Die Erklärung des 44 Jahre alten Familienvaters fällt lapidar aus: “Golfer golfen, Angler angeln, Läufer laufen, weil sie es lieben. Es ist deshalb keine Überwindung für mich. Außerdem will ich wissen, wo der menschliche Körper Grenzen hat. Wir haben Menschen zum Mond geschickt und wollen zum Mars fliegen. Als mir vor zehn Jahren jemand gesagt hat, man könne 100, 200, 300 Kilometer laufen, habe ich gedacht: dann biste tot. Inzwischen habe ich den Gegenbeweis geliefert.” Karnazes schrieb ein Buch darüber. “Ultramarathon Man” landete in den Top ten der meistverkauften Sportbücher weltweit und ist 2007 in Deutschland erschienen. In den ersten Sekunden des Neujahrtages beginnt er einen Marathonlauf, denn: “Ich mag es immer, einen guten Start ins neue Jahr zu haben.”


Interview mit Dean zum Buch:




“Träume können sich erfüllen, vor allem, wenn man hart genug dafür trainiert.”

Dean Karnazes



Qualität: ★★★★½

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