Der von mir so hochgelobte und gern getragene Lunaracer scheint zumindest bei Breitfüßlern ein Qualitätsproblem zu haben. 1,3€/km sind dann doch etwas kostspielig! Eventuell hat NIKE das Problem schon erkannt, denn es kommt demnächst eine neue Version auf den Markt.

Der Reparaturversuch der Dame des Hauses hielt leider auch nur wenige Kilometer, sorgte dafür aber für reichlich Individualität auf dem Trainingsgelände:

Der Dank geht an Uwe für die tolle Vorarbeit!
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Marathon op Kölsch?
Marathon op Kölsch, das heißt in diesem Jahr Gegenwind, Dauerregen, Kälte, starke Böen, wenig Publikum, eckiger Kurs, keine Kostüme und in meinem Fall auch viel alleine laufen. Wenig zu spüren von der Wärme der kölschen Frohnaturen und ihrem berühmt berüchtigten Schalk im Nacken.
Es sei denn, es ist besonders schalkisch, den Marathon über 10 Minuten zu spät zu starten unter diesen Bedingungen. Wie ich später erfuhr, war dies der Vielzahl der vor und parrallel laufenden Disziplinen geschuldet. Schön wäre es jedoch gewesen, die Läufer darauf hinzuweisen, statt sie mit aberlustigen Tünnes und Scheel Scherzen in der Kälte warten zu lassen. Statt 11 Uhr dann eben um 11:11 der Startschuss zur wenig lustigen Jahreszeit: Köln Marathon 2008!
Meine Motivation ist aufgrund der letzten 2 Wochen bei nahezu NULL. Der einzige Reiz ist paradoxerweise nur noch das miese Wetter. “Ich will hier durch! Ich will das Ziel erreichen!”
Als ich endlich frei laufen kann, treffe ich auf einen Lokalmatadoren, der mir ein geeigneter Partner zu sein scheint. Erfahren, mein Tempo und außerdem wird er ständig lautstark vom Streckenrand unterstützt. Der arme Tropf bekommt dies allerdings nie mit, denn er trägt diese riesigen Kopfhörer, für die sich unsere Großeltern schon geschämt haben. Bei Kilometer 10 hat sich das Thema Tchengis, so heißt der Held der Stadt, auch erledigt. Die Kopfhörer sind größer als das Talent, er fällt viel zu früh nach hinten durch und ich bin wieder allein mit dem Regen.
Doch von hinten naht die Rettung: Eine Gruppe! Eine wirklich funktionierende Truppe mit ähnlichen Ambitionen! Sogar ein Hamburger ist dabei, der sich interessiert nach den Hammer Parkern erkundigt. So geht das bis Kilometer 25, dann kommt das, was mir seit 7 Jahren nicht mehr passiert ist: Ich muss in den Busch und das dauert! Zurück aus dem Dickicht and back on the road, ist mir die Truppe ca. 300m enteilt. Was tun? Aufschließen, anders geht das nicht bei den Bedingungen. Alleine durch Nippes und Niehl? Viel zu gefährlich!
Also 2km schnelllaufen, um den Anschluss wieder zu finden. Das klappt dann auch, doch geht leider ziemlich in die Beene. Bei Kilometer 32 muss ich dann endgültig abreißen lassen und mich alleine durchkämpfen. Allerdings hat es den Vorteil, das Publikum für sich alleine zu haben. Den Schnitt kann ich noch bei konstant 4:05 halten, obwohl auch auf den letzten Kilometern vom lustigen Kölner noch ein paar zusätzliche Schikanen eingebaut werden wie Kopfsteinpflaster, Brücken, rutschige Domplatten etc. pp..
Letztendlich bleibt für mich aber doch ene superjeile Zick mit 2:46:24. Bin sehr froh so gut durchgekommen zu sein und meine Marathonreise geht in 2009 definitiv weiter. Da geht noch was!
Fazit: Köln kann man laufen, muss man aber echt nicht! Eine von mir erhoffte Alternative zu Berlin ist es allein aufgrund der Streckenführung nicht! Das ist wirklich schade, denn wen man sieht wie schnell Berlin ausgebucht ist, so ist der Bedarf absolut da.
Jetzt kann man wieder spekulieren was hätte sein können, wenn die letzten 2 Vorbereitungswochen auch noch optimal verlaufen wären und wenn ich in Berlin gestartet wäre, aber dann hätte der Hund ja auch den Hasen gehabt…
Was ich aber ganz sicher weiß ist, dass der LunaRacer ein spitzen Marathonschuh ist! Sogar oder gerade bei Regen!
los wochos


Analog zu den Sparwochen einer bekannten Low Food Kette verliefen die letzten Wochen mein Training und leider auch die Bloggerei. Die so wichtige Penunze darf ich zum Glück mit meiner eigentlichen Profession verdienen. Daher nur schnell ein 2-Wochenrückblick und das Versprechen auf Besserung:
Grünlinge | LunaRacer
[Bild nicht gefunden]
(Bitte, bitte klicke mich! Ich bin ein ganz tolles Double Feature!)
Es mussten mal wieder neue Puschen her! Es sollte was Schnelles und Direktes sein. Für das Bahntraining sind mir meine Mizuno Elixir 3 aufgrund des Dämpfungssystems zu hoch und man scheint in den Kurven leicht zu schwimmen. Daher bin ich dann bei meinem ersten Schuhwerk von Brooks gelandet: Dem Racer ST 3! Ein flacher Lightweighttrainer mit Pronationsstütze, der schön direkt und bequem ist. Lediglich die Mädchenschnürsenkel mit eingewebten Silberfädchen sind stark gewöhnungsbedürftig und etwas tuckig.
DIE Sensation der Saison ist natürlich der LunaRacer von Nike. Neues und sehr leichtes Dämpfungsmaterial, das angeblich aus der Raumfahrtindustrie stammt. Na ja… Diese Geschichte erzählt man sich auch seit Jahrzehnten über die Digitaluhren und sie stimmt ganz und gar nicht. Nichtdestotrotz vermittelt dieser Schuh ein tolles Laufgefühl, der Asphalt scheint unter einem regelrecht zu brennen und er ist mit 182g/Schuh in US11.5 wohl konkurrenzlos. Man muss allerdings sagen, dass er für Krummfüssler wie mich nur bis maximal 10km geeignet ist. Trotzdem musste ich ihn unbedingt haben und hoffe, dass er mich auf den kürzeren Distanzen nach vorne bringt. Das Design ist übrigens sehr stark, und das aus gutem Grund, an dem Vereinstrikot der Roadrunner angelehnt.