Das Skilanglaufen hat in diesem Jahr dann auch nicht mehr so gut geklappt. Aber ich werde tapfer weiter üben… Als Ergänzung bzw. Alternative zum Laufsport ist es auf jeden Fall ideal.

Run Traktor

 
 

Gut hydriert und gestärkt mit einem halben Dutzend Currywürsten zum Frühstück habe ich mich heute zum langen Lauf aufgemacht. Und was soll ich sagen? Ich bin auf dem Weg in die Weltspitze, jedenfalls im “in desolaten Zustand Schnelllaufen”. Die 33 Kilometer heute in einem Schnitt von 4:07. Ganz klar: Vom Standpunkt der Trainingslehre bekomme ich da wenig Applaus für, aber das musste einfach mal raus. Da hatte sich einiges angestaut…

Ansonsten beschränke ich mich bei dem Thema Training jetzt mal auf Zusammenfassungen. Der geneigte Leser kennt das Thema ja schon zu Genüge und es wiederholt sich in jeder Vorbereitung.

Die Kilometerumfänge liegen leicht über dem Vorjahr, lange Läufe und Tempodauerläufe gehen spitzenmäßig vom Fuß, allein bei den Intervallen hapert es. Die 1000er bin ich zwar schon wieder unter 3:30 gelaufen, doch mache ich derzeit einfach zu wenig Intervalle, so dass mir wohl die Grundschnelligkeit fehlt. Schon immer meine Schwäche! In 3 Wochen geht es ab ins Trainingslager, wenn dann der Kilometer wieder in 3:20 geht, ist alles ok und ich bin beruhigt.

Mein Gewicht liegt bei sensationellen 73kg. So leicht war ich das letzte mal bevor ich diese ganzen Pickel im Gesicht bekam… Das sollte hilfreich sein!

Einen ersten Formtest werde ich in 2 Wochen beim Syltlauf haben. Ganz klar mit der Maßgabe vorne mitzulaufen! Ich bin gespannt!

 

Nun bekomme ich seit Tagen Emails und Telefonanrufe (Warum haut Ihr das eigentlich nicht in den Blog?) mit guten Ratschlägen wie ich denn mein Rennen laufen soll und “eine 2:45 ist schon eine Hausnummer”. Das weiß ich doch Leute, ich werde bestimmt kein Harakiri-Rennen abliefern.

Darum hier 15 Gründe waum das morgen ein großartiger Tag wird:

1. Ich werde mindestens die ersten 10 Kilometer in 4:00/km laufen und mich in den Wettkampf hereinfühlen

2. Primäres Ziel ist sub2:50 mit der Option auf “mehr” ab Kilometer 10

3.
Beim Marathon gilt: “Schlau Laufen” – das kann ich!

4. Das sind 2:45-Beine:
Berlin Halbmarathon 2008

5. Seit bei mir TH Eilbeck drauf steht, läuft es deutlich besser

6.
Männer verlieren ab dem 38. Lebensjahr ca. 1% ihrer Leistungsfähigkeit auf der Marathondistanz. Viel Zeit hab ich also nicht mehr…

7. Seit der Sommer Einzug gehalten hat, leide ich unter Heuschnupfen und damit einhergehend Atemproblemen. Eine Entschuldigung habe ich also auch schon!

8. Das Training lief das ganze Jahr über nahezu perfekt. Das Rennen in Berlin war für mich eine neue Dimension. Das gibt Zuversicht!

9. Ich habe den für mich perfekten Wettkampfschuh gefunden: Mizuno Elixir 3

10. Nachdem ich seit 2 Jahren versuche unter 2:50 zu bleiben, brauche ich als Motivation einfach mal ein neues Ziel

11.
Ich starte für ein tolles Team:
berlin-halbmarathon-2-klein.jpg

12.
Bin ich im letzten Jahr mit 1410 Kilometern in den Beinen angetreten, sind es jetzt 1710 (+17,5%). Das sollte sich bezahlt machen!

13. Es wird morgen warm – das liegt mir!

14.
Ich bekomme einen topp Support

15.
Ich bin einfach mal wieder dran mit einem berauschenden Marathonrennen

Vielleicht ist das alles ja auch nur das berühmte Pfeifen im Walde!?!

Euer Dopamin-Yunkie

 

berlin_11.jpgberlin_21.jpg

Geschafft! Ich weiß jetzt wo ich stehe, Berlin war die notwendige Bestätigung, die mir fehlte. Die ersten 3 Kilometer vorsichtig in 3:45 und dann stetig 3:40 und manchmal auch schneller gelaufen. Grundsätzlich für mich eine ganz neue Erfahrung und ein ganz anderes Laufen. Mehr ein Schweben! Das Ergebnis freut mich mehr als der erster Marathon unter 3 Stunden, denn es war noch souveräner, noch leichter und einfach nur noch geil. Hinzu kam dann noch eine schlaue Renneinteilung und immer die perfekten Gruppen um mich herum gehabt zu haben. Sogar die :59 hinten habe ich einem Zufall zu verdanken, nämlich einer überdrehten Jugendgang, die zum Schlussspurt an- und mich mitzog.

Meine HM Bestzeit habe ich damit um 3,5 Minuten unterboten und für Hamburg werde ich jetzt definitiv auf eine Zielzeit von 2:45 losgehen und versuchen das hinten raus zu stehen.

Ganz nebenbei war Berlin natürlich, und das nicht zuletzt dank der Deutschen Bahn und der hervorragenden Zeiten aus dem Hammer Park ein spitzenmäßiges Teamevent:

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