runME - Laufdatenbank

Sehr schön gemachte internationale Laufdatenbank!

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung, die mich kürzlich erreichte:
“Im April an einem Halbmarathon durchs Allgäu teilnehmen – oder doch lieber im Herbst einen Marathon entlang der Niagarafälle? Wer jederzeit über nationale und internationale Marathons und Halbmarathons informiert sein möchte, kann jetzt im Internet unter runME.de stöbern: Mit über 800 Terminen im deutschsprachigen Raum und rund 2000 Veranstaltungen weltweit ist runME.de ab sofort das wohl umfangreichste und aktuellste Verzeichnis für nationale und internationale Marathons und Halbmarathons. …”

 


Eine tolle Mannschaftsleistung brachten die Roadrunner beim Halbmarathon in Berlin zustande:

  1. Carsten H. 1:14:16 (2.v.l.)
  2. Volker S. 1:15:31 (2.v.r.)
  3. Philipp Z. 1:15:43 (ganz links im Selbstgestricktem)
  4. Thomas E. 1:15:45 (mit Victory)
  5. Icke ne 1:17:58 (mit Schmähbauch)
  6. Arne W. 1:18:14 (3.v.l.)
  7. Philipp P. 1:20:03
  8. Andre L. 1:26:11
  9. Markus U. 1:26:21
  10. Daniela M. 1:34:59 (Halbmarathonpremiere!)
  11. Barbara K. 1:49:07

Die M40 Herren wollten eigentlich den uralten Hamburger Mannschaftsrekord brechen und pulverisierten den auch um 3 Minuten, doch am Vortag bei den DM legte die LG Wedel Pinneberg noch einmal eine Minute drauf. Schade, aber es gibt definitiv noch genug Rekorde zu brechen!

Parallel lief Benny auch noch eine 1:16:28 im alten Land und konnte die Veranstaltung gewinnen. Eine derartig starke Mannschaftsleistung dürfte zurzeit einmalig in Hamburg sein!

 

[Bild nicht gefunden]Das Laufen ist eine Vorwärtsbewegung und eben das ist genau der Grund, warum ich es so mag. Leider war meine Leistung in Berlin keine Vorwärtsbewegung, sondern mehr ein Stillstand. Schon bei der Siegessäule hatte ich keinen Bock mehr, die ersten 10 Kilometer fielen mir richtig schwer und ab da wurde es dann merkwürdig locker, aber eben nie auf einen längeren Abschnitt 3:35/Kilometer. So bin ich dann gut durchgekommen, aber nicht so recht zufrieden, auch wenn besonders Spitzfindige mir zu einer neuen PB gratulieren.
Entschuldigend muss das wohl gerade erst eine Woche zurückliegende Trainingslager angeführt werden und letztendlich ist es der Dämpfer zur rechten Zeit, um nicht zu übermütig beim Möbel Kraft Marathon anzugehen. Vielleicht lag es aber auch an den harten Fights, die ich mir am Vorabend an der Wii geliefert habe.
WiiWii-2

 

Salzhausen – da wo die Kühe schöner sind als die Mädchen und da wo ich aufgewachsen bin.

Hierhin zieht es mich einmal jährlich, nämlich immer dann, wenn der Salzhäuser Wald- und Wiesenlauf ansteht. Vor dem Start nehme ich erstaunt zur Kenntnis, dass der Halbmarathon mittlerweile mit dem Titel “Härtester Halbmarathon Norddeutschlands” für sich wirbt. Dies soll sich später noch bestätigen…

Start

Nach meinen Erfahrungen aus 2006 starte ich moderat, doch keiner will mit mir mit. Nun stellt sich die Frage ob noch langsamer als 3:50 anzugehen und in der Gruppe hinter mir mitzulaufen oder allein weiterzulaufen. Ich treffe die taktische Fehlentscheidung schlechthin und gehe allein vorne weg. Eine wirklich mühselige Geschichte auf so einer Distanz alleine vorne zu laufen und sich aus dem Nichts Druck aufbauen zu müssen. So muss ich mich auch immer wieder selbst ermahnen, wenn die Schritte hinter mir mal wieder hörbar werden und ich weggedöst bin.

Dies gelingt aber recht souverän und nach 5 Kilometer wird die Strecke dann auch richtig interessant. Es geht auf die Military Strecke. Man versinkt mal wadentief im Morast, gerne auch in Pferdesche…, dann ist der Weg vermoost und glitschig, es steht der Sensenmann sein Arbeitsgerät schärfend an der Strecke, oder ein Pferd quer auf ihr, Kopfsteinpflaster aus einer Zeit vor Christi Geburt und bei der Wiese handelt es sich in Wirklichkeit um bösartige Schlingpflanzen. So lässt der Lauf dann also die nächsten 10 Kilometer seiner vollmundigen Ankündigung Taten folgen und nichtsdestotrotz liege ich immer noch an der Spitze der kleinen Schar (80 Starter!) Halbmarathonläufer.

Auch das Höhenprofil ist beachtlich mit der höchsten Erhebung der südlichen Nordheide:

Höhenprofil

Bei Kilometer 19 freue ich mich schon darüber, dass der Asphalt in Sichtweite kommt und ich mir sicher bin hier nicht mehr überholt zu werden. Weil es aber ein sonst langweiliges Rennen geworden wäre, entschließe ich mich noch etwas die Aufmerksamkeit der Mitläufer zu testen… Der 2. rennt geradeaus hinter mir her, der etwas später angekommene 3., der als Vorjahressieger und Local die Strecke gut kennt, weiß brüllend zu intervenieren, dass wir hätten rechts abbiegen müssen. Dies gibt der Zweitplatzierte ebenfalls brüllend an mich weiter und so spielen wir “Brüllende Post” mitten im Wald. Ich stoppe und habe keinen Bock mehr! Trabe dann zurück zur Gabelung und es wird von mir verlangt wieder nach vorne zu gehen. Ob der erstaunlichen Fairness, denn zum Laufen gehört ja auch irgendwie die Strecke zu finden, schlage ich vor die letzten 2 Kilometer gemeinsam zu joggen und dann auch gemeinsam durchs Ziel zu gehen. Das machen wir dann auch und trödeln dem Ziel entgegen. Wie sich herausstellt kennt man sich auch und so waren die letzten Kilometer der unterhaltsamste Teil des Vormittags.

Warum ich trotzdem als Sieger gewertet werde erschließt sich mir nicht, denn ich hatte ausdrücklich noch einmal auf die Zeitgleichheit hingewiesen. Letztendlich ist dies aber aufgrund der Wertigkeit der Veranstaltung irrelevant, wobei ich schon etwas angezickt nach Hause fahre. Als wir den Veranstalter auf den fehlenden Streckenposten hinweisen wird uns mitgeteilt, dass sich dieser am Morgen krank gemeldet hat. Ich weiß was krank auf dem Lande heißt…

Dank meines neuen Nokia N82 konnte ich den Lauf aufzeichnen und wer genau hinschaut kann wunderbar erkennen wo ich mich verlief:


Größere Kartenansicht

Für mich war es trotzdem ein lohnenswertes Event, denn der Schlappschritt vom Marathon kommt so allmählich wieder raus. Aufgrund der Schwere der Strecke und der Überlänge von 700m würde ich mal sagen, dass ich unter 1:20 den HM schon wieder laufen kann. Die nächsten Trainingseinheiten werden sich wieder mehr mit der Schnelligkeit als der Ausdauer beschäftigen!

Und eh ich es vergesse: Ein tolles Vollkornbrot gab es auch für jeden Teilnehmer!

 

Das Buch soll zwar für Läufer nichts taugen, weil es eben von einem dieser Nichtläufer geschrieben wurde, jedoch beschreibt der Titel meine letzte harte Woche vor dem Marathon ganz gut.

Primär ging es nur darum Kilometer zu machen, die aber eben aufgrund des Halbmarathons schön vorsichtig und ruhig. Daher beschloß ich diese Einheiten für mich allein, nach Gefühl zu absolvieren. So habe ich dann 126 langsame Kilometer in den Knochen und fühle mich dabei auch noch prächtig regeneriert. Nur halt etwas einsam…

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