Der Mann, der barfuß lief

[Bild nicht gefunden] “Der Mann, der barfuß lief | Die Geschichte des Abebe Bikila “ von Paul Rambali ist keines, der derzeit massenhaft erscheinenden und belanglosen Laufbücher oder -biografien. Dies liegt zum einem an der unglaublichen Geschichte des Abebe Bikila und zum anderen an der großen Erzählkunst des Paul Rambali, einem waschechten Journalisten. Daran das Bikila seinen ersten Marathonsieg 1960 barfuß erlief und damit der erste afrikanische Olympiasieger war, können sich vielleicht einige noch erinnern. Seine erfolgreichen Rennen sind für den Läufer sicherlich auch die Highlights des Buchs, doch so richtig zu einer spannenden Geschichte, machen es erst die Geschichten abseits der großen Sportwelt.
So wurde damals ernsthaft der Frage nachgegegangen, ob Afrikaner überhaupt dazu geeignet seien einen Marathon zu laufen, so schlägt Bikila ständig Rassismus entgegen, muss er sich belächeln lassen, der kleine, schüchterne Hirtenjunge, der er wohl immer geblieben ist. Auch wird über die Umbrüche auf dem afrikanischen Kontinent berichtet, den Folgen des Kolonialismus und die Verstrickung dieses Sportlers in einen Militärputsch in Äthiopien. Nicht zuletzt findet sich in diesem Buch natürlich auch die Geschichte, warum er den Marathon barfuß lief. Ein fehlender Ausrüster war es nicht… Tief bewegend ist auch das Ende des Buches, das Ende des Abebe Bikila, der 1973 an den Spätfolgen eines Trainingsunfalles starb.

“ER wusste die ganze Zeit, dass er gewinnen würde … und als er die Marke erreichte, die ihm anzeigte, dass die Hälfte geschafft war, hörte er auch das Keuchen des weißen Sportlers nicht mehr hinter sich.

Er war allein. Der Marathon war sein Lauf.

Es sah nur noch den Asphalt, der unter ihm dahinrollte, eine dunkle, majestätische Zielgerade. Er spürte die eiserne Kraft in seinen Beinen, die ihn immer weiter vorwärtstrug.”

Qualität: ★★★★★

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Die Einsamkeit des Langstreckenläufers

Das Buch soll zwar für Läufer nichts taugen, weil es eben von einem dieser Nichtläufer geschrieben wurde, jedoch beschreibt der Titel meine letzte harte Woche vor dem Marathon ganz gut.

Primär ging es nur darum Kilometer zu machen, die aber eben aufgrund des Halbmarathons schön vorsichtig und ruhig. Daher beschloß ich diese Einheiten für mich allein, nach Gefühl zu absolvieren. So habe ich dann 126 langsame Kilometer in den Knochen und fühle mich dabei auch noch prächtig regeneriert. Nur halt etwas einsam…

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Frauenschwarm

Nein, keine Sorge, ich bin jetzt nicht endgültig übergeschnappt, es ist nicht von mir die Rede, sondern von Dean Karnazes, gerade unter die Top Ten der “Sexiest Sportsmen” gewählt. Der Mann hat ein absolut inspirierendes und lesenswertes Buch herausgebracht, das schon auf das vorbereitet, was auf mich nach dem Marathon zukommt: DER ULTRAMARATHON!

Kauft das! Leiht das! Lest das, auch wenn Ihr anschließend immer noch nicht begriffen haben werdet wie man tagelang Laufen kann, so werdet Ihr doch inspiriert sein, Eure Grenzen neu auszuloten, auf welchem Sektor auch immer. Das Einzige was man diesem Buch vorwerfen kann ist, manchmal etwas zu amerikanisch zu sein.


“Vielleicht ist meine Geschichte kitschig”, sagt Dean Karnazes, “in jedem Falle aber ist sie ehrlich.” Seit jenem Tag hat der Amerikaner aus San Francisco so ziemlich an jedem Extremlauf teilgenommen. Er lief bei mehr als 50 Grad 215 Kilometer weit durch die Wüste des Death Valley, rannte bei 30 Grad unter Null einen Marathon am Südpol, lief 81 Stunden am Stück und sorgte für Aufsehen, als er 2007 an 50 Tagen 50 Marathons beendete.
Die Erklärung des 44 Jahre alten Familienvaters fällt lapidar aus: “Golfer golfen, Angler angeln, Läufer laufen, weil sie es lieben. Es ist deshalb keine Überwindung für mich. Außerdem will ich wissen, wo der menschliche Körper Grenzen hat. Wir haben Menschen zum Mond geschickt und wollen zum Mars fliegen. Als mir vor zehn Jahren jemand gesagt hat, man könne 100, 200, 300 Kilometer laufen, habe ich gedacht: dann biste tot. Inzwischen habe ich den Gegenbeweis geliefert.” Karnazes schrieb ein Buch darüber. “Ultramarathon Man” landete in den Top ten der meistverkauften Sportbücher weltweit und ist 2007 in Deutschland erschienen. In den ersten Sekunden des Neujahrtages beginnt er einen Marathonlauf, denn: “Ich mag es immer, einen guten Start ins neue Jahr zu haben.”


Interview mit Dean zum Buch:




“Träume können sich erfüllen, vor allem, wenn man hart genug dafür trainiert.”

Dean Karnazes



Qualität: ★★★★½

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