IceRunner mit voller Traktionskontrolle

Laufen auf der Alster




In Zeiten, in denen eine Stadt wie Hamburg Geld sparen muss indem Gehwege nicht geräumt werden und es günstiger scheint Knochenbrüche in Kauf zu nehmen, muss man sich als Läufer was einfallen lassen, um seinem Training nachzukommen. Seit ca. 3 Wochen laufe ich mit Begeisterung den Icebug bei meinen Regenerationseinheiten an der Alster. Der Schuh ist mit Spikes, von einigen auch liebevoll Speikes genannt, bewehrt und bietet somit volle Traktionskontrolle auch auf eisigen Untergründen. Die Spikes sind elastisch gelagert, so dass sie auf Asphalt nachgeben können und so geschont werden. Die Sohle selbst ist recht hart, was bei den derzeitigen Untergründen sehr angenehm ist.

Gerade eben habe ich mich dann dazu hinreißen lassen mit eben diesem Schuhwerk auf der Alster zu laufen. Das ist Vergnügen pur! Endlich mal wieder eine ebene Oberfläche und nicht diese Eiskanten auf den Gehwegen, die nur zum Umknippen führen und den Sehnenapparat belasten. Ganz nebenbei ist es eine Mördershow zwischen all den Schlittschuhläufern rumzusausen.

Zum langen Lauf am Wochenende wird es wohl statt Isotonischen Glühwein geben…

Die Räumung und Öffnung des Hammer Parks war übrigens eine Eintagsfliege. Letzten Dienstag wurde nur sehr mürrisch wieder aufgeschlossen und die Bahn ist komplett vereist, nicht belaufbar.

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Das Wunder vom Hammer Park



Letzten Dienstag, 18:00, Hammer Park:
Das Eingangstor ist wieder offen, die Flutlichtanlage läuft auf Hochtouren, die Innenbahn ist geräumt und ein äußerst schmallippiger, ketterauchender Platzwart sitzt in seinem sauerstoffarmen Kabuff. Da hat wohl jemand nen kleinen Einlauf bekommen! Und mit was hat er das? Mit Recht!
Endlich können wir wieder auf dem Platzt trainieren, wenn es auch etwas glatt ist, so ist es doch allemal besser als alle derzeitigen Alternativen.
Bei all der Freude, sollte man sich nicht darüber täuschen lassen, dass die Zustände der Sportstätten in Hamburg sehr traurig sind. Wir sollten jetzt weiter machen! Es gibt noch genug Mängel am HaPa, die durch Faulheit und Desinteresse der Stadt Hamburg entstanden sind.

Weitere Links zum Thema:
- Stadion Hammer Park gesperrt
- Hamburg ist keine Sportstadt!
- Platzverbot für Spitzensportler im Hammer Park Stadion
- Getwittert
- Birgers Laufforum
- Und leider nichts bei Laufen in Hamburg!

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RoadRunner ohne sportliche Heimat

Man hat sich mittlerweile auch bundesweit daran gewöhnt, dass das Stadion Hammer Park nur noch ein Mahnmal für den Niedergang der Leichtathletik in der “Sportstadt” Hamburg ist, wie das Hamburger Abendblatt bereits im Juni 2009 berichtete. Für Hamburg, immerhin Dauerbewerber für die Olympischen Sommerspiele, sicherlich kein Ruhmesblatt!
Der Hammer Park ist neben der Jahnkampfbahn einer von zwei Leichathletikstützpunkten Hamburgs. Nach Tribühnenbrand, Sanierungsstopp, Blockadepolitik und schlechter Platzpflege ist dieser Stützpunkt leider nur noch eine traurige Sportruine. Auch hieran haben wir RoadRunner uns, wenn auch oft schmerzlich, gewöhnt, ist es doch immer unsere sportliche Heimat gewesen.
Nun soll aber Schluss sein! Seit dem 18.12.09 baut nun der Platzwart seine Überstunden ab. Weder wurde der Verein über diese Situation informiert, noch für Ersatz gesorgt. Kurzum wir stehen seitdem zu den Trainingszeiten vor verschlossenen Türen! Welche Ignoranz ist dies gegenüber einer Gruppe von ca. 30 Hamburger Leistungssportlern, von denen etliche mit Landestiteln dekoriert sind?

Wir sehen derzeit folgende sportliche Beeinträchtigungen:

  • Es ist kein reguläres Training möglich, schon gar nicht das so notwendige Intervalltraining.
  • Aufgrund der schlechten Pflege der letzten Wochen ist die Bahn komplett vereist und nicht vor dem Tauwetter wieder nutzbar. Andere Stadien werden einfach regelmäßig mit wenig Zeitaufwand gekehrt und bieten so eine ganzjährige Trainingsmöglichkeit
  • Umziehen erfolgt bei Minusgraden vor dem Hammer Park. Da fühlt man sich dann gleich wie ein Clochard
  • Die Duschen stehen uns natürlich auch nicht zur Verfügung, was dann dazu führt, dass nach dem Training in nassen Klamotten nach Hause gefahren wird. Da freut sich jeder noch so kleine Virus!
  • Schlussendlich lebt ein effektives Lauftraining auch vom Konkurrenzkampf und der Dynamik innerhalb einer Trainingsgruppe. Derzeit ist es kaum attraktiv am Hammer Park zu trainieren, so dass dann jeder irgendwo vor sich hin joggt.
  • Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen ist unsere Trainingsanlage seit gestern witterungsbedingt für unbestimmte Zeit geschlossen. Der witterungsbedingte Grund ist die oben angeführte mangelhafte Pflege. Richtig wäre das zeitige Räumen des Schnees gewesen bevor er die Bahn vereist!

    Wir RoadRunner sind nichts ohne unseren Highway.
    Ohne das Stadion Hammer Park heimatlos!
    Wir wollen nur eines: LAUFEN!



    Bitte zeigt Euch solidarisch, sonst verkommt der Hammer Park zur neuen Heimat von Wursttestern! Nutzt gerne die Schaltfläche “SHARE” und postet das auf Eurer Facebook oder Twitter Seite. Text und Bilder sind ausnahmsweise vom Copyright freigegeben. Deeplinks zugelassen! Wir wollen Öffentlichkeit! Wir diskutieren seit 4 Wochen mit den zuständigen Sportreferrenten – ERGEBNISLOS!

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    Grand Tour de Cubas Oriente | HOLGUÍN – GUARDALAVACA

    SAMSTAG, 12.12.2009: HOLGUÍN – GUARDALAVACA
    von DETLEV BRAACK


    Wer bitte schön schafft es, bei so lauter Musik einzuschlafen?
    Wer soll bei 1,40 Meter Bettbreite durchschlafen?
    Wer soll an einer Hauptverkehrs-Einbahnstraße, die abwechselnd von laut röhrenden LKWs, amerikanischen Straßenkreuzern, stinkenden Zweirädern und offensichtlich mit Holzrädern ausgestatteten Pferdekarren befahren wird, ausschlafen?

    Seit drei Uhr nachts wälzen wir uns in dem schmalen Bett – inzwischen dann auch mit Ohropax und Papierschnipseln in den hierfür vorgesehenen Körperöffnungen. Mal redet der eine laut, dann spürt man den Hintern des anderen am eigenen Gesäß und als schlechte Abwechslung nervt dann auch schon wieder die knarzende Klimaanlage. Zumindest aber übertönt diese Frischluft spendende Anlage das laute Röhren der nicht enden wollenden Karawane unterschiedlichster Fahrzeuge. Das Schlimmste an dieser Nacht jedoch scheint die durchgelegene, durchgehende Matratze. Sie gibt dem jeweils anderen Schlafenden nur allzu oft das Gefühl, als würde auf der anderen Seite des Bettes – parallel zur eigenen Nachtruhe – die Trampolinweltmeisterschaft ausgetragen werden. Erstmals auf kubanischem Boden, versteht sich. Alles in allem ist es also eine nicht mit höchstem Erholungswert versehene Nacht, für die wir an ihrem frühzeitigen Ende jedoch mit einem guten, nur 2,50 CUC (konvertible kubanische Pesos) teuren ‚desayuno con frutas y tortilla’ belohnt werden.

    Schon um 8:30 Uhr verabschieden wir uns bei bereits 27 Grad im Schatten lauthals und per Handschlag von unseren freundlichen Gastgebern, um die von mehr Pferdekarren und Fahrrädern als Autos befahrene Einbahnstraße Richtung Guardalavaca ortsauswärts zu radeln. ‚Schnell raus aus der Stadt’ denken wir. Und wir haben diesen Gedanken auch schon fast zu Ende geführt als lockere Lenker und lose Vorderräder einen ersten Stopp erzwingen. Damit steht auch schon fest, dass wir es selbst mit eigenen Rädern nicht im Ansatz so weit geschafft haben wie im vergangenen Jahr, wo uns erst nach – aus heutiger Sicht beachtlichen – drei Kilometern ein ‚Plattfuß’ am Malecón von Havanna zum Anhalten zwang. Nach leichten Korrekturen an den Rädern und dem Einkauf erheblicher Wasserreserven an der erstbesten Tankstelle fahren wir endlich Richtung Stadtausgang!

    Schnell werden Erinnerungen wach, was uns auch dieses Jahr wieder erwarten wird: Ein kubanisches Straßenbild, welches besonders stark geprägt ist durch Fahrräder, Fahrradtaxis, Pferdefuhrwerke und Karren, die von Ochsen gezogen werden. Allgegenwärtig auch die vielen Menschen, die insbesondere Richtung Ortsausgang am Straßenrand stehen und geduldig auf eine Mitfahrgelegenheit warten, die sich dann irgendwann auf einer LKW-Ladefläche oder (im selteneren Fall) in einem Bus finden wird.

    Die Behausungen werden ärmlicher, alle Verkaufs-buden, welche die Straße zunächst noch säumen, sind nun passiert. Auf der gut ausgebauten Straße gibt es oft nur uns mit unseren Rädern und Packtaschen, die sich doch deutlich schwerer anfühlen, als ich es mir vorab ausgemalt hatte. Gerade bergauf wird mehr als deutlich, dass diese Tour anders zu bewerten ist, als eine Fahrt mit leichtem Rucksack oder ohne Gepäck. Möglichkeiten, Wasser zu kaufen, gibt es auf unserer heutigen Tagestour nur noch einmal nach rund 35 Kilometern. Schweißtreibende Angelegenheit …

    Nach 59 Kilometern mit 330 Höhenmetern und einer reinen Fahrtzeit von 2 Stunden und 45 Minuten erreichen wir das bereits vorab gebuchte Brisas Hotel in Guardalavaca. Uns ist klar, dass wir hier zum vorerst letzten Mal eine reiche Auswahl an westlich anmutendem Essen vorfinden werden und so attackieren wir umgehend das Buffet. Der Nachmittag gehört dann dem Pool, den mitgebrachten Büchern und dem einen oder anderen Cuba Libre mit Limón. Weit über 35 Grad laden zum Faulenzen ein.

    Als nach einem heftigen, abendlichen Regenguss gegen 22 Uhr der ultimative Tageshöhepunkt angekündigt wird, da zwischen der deutschen Rebecca sowie den beiden englischen Teilnehmerinnen Judy und Patricia die Miss Guardalavaca gewählt werden soll, geht in Zimmer 208 das Licht aus. Denn morgen geht es auf die 120 Kilometer entfernt gelegene Insel Cayo Saetía.

    Autor: Detlev Braack
    GPS: Christoph Witte
    Foto: Detlev Braack und Christoph Witte
    Abenteuersuchende: CasEr nicht, Detlev Braack und Christoph Witte

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    Grand Tour de Cubas Oriente | Im Anflug

    FREITAG, 11.12.2009: HAMBURG – FRANKFURT – HOLGUÍN
    von DETLEV BRAACK

    Drei Wochen nur mit dem Rad unterwegs.
    Noch nie gemacht.
    Nicht mal im Ansatz.
    Und jetzt gleich … Kubas kompletter Orient!
    Viele offene Punkte, Fragen über Fragen…

    Rad nicht verpacken oder doch? Wie viel Gepäck auf solch’ eine Tour mitnehmen? Was kann man vielleicht doch zu Hause lassen, um das Gesamtgewicht zu reduzieren? Packtaschen einzeln aufgeben? Oder zusammenbinden und mit einem Müllbeutel umwickeln? Die Tour dann im oder gegen den Uhrzeigersinn radeln? Wie geht der Wind, wie wird das Wetter sein? Alle Fragen des üblichen Reise-Vorgeplänkels sind jetzt, am Tag der Abreise – mehr oder weniger zufrieden stellend – beantwortet. Endlich geht es los.

    Morgens, halb fünf in Deutschland … Mit meinem Deuter-Fahrradrucksack stehe ich im Hauseingang einer dunklen Straße in Hamburg-Uhlenhorst und warte auf das Taxi mit Christoph. Bereits am Vorabend war mein Freund Torsten so nett, uns mit unseren Riesen-Fahrrad-Kartons (Fahrradtransport Hamburg-Frankfurt mit Lufthansa kostet € 70,- pro Flug und Fahrrad, mit Condor kostet die Strecke von Frankfurt nach Kuba etwas mehr als die Hälfte. Ist das logisch?) sowie je zwei Ortlieb-Packtaschen in durchsichtigen Lufthansa-Beuteln (Christoph: 13 kg, ich: 16 kg – woher diese Differenz kommt, habe ich bis heute nicht so richtig verstanden …) zum Flughafen zu fahren.

    Dass der dann folgende Late-Night-Check-in gefühlte zwei Stunden und damit – passend zur bevorstehenden christlichen Zeit – mehr als vierundzwanzig mal so lang dauerte wie jeder normale Check-in, ist zu dieser dann doch eher unchristlichen Zeit schon komplett vergessen. Ob die schlussendlich in Kartons verpackten eigenen Räder Holguín im gewünschten Zustand erreichen werden, bleibt für jetzt und die folgenden fünfzehn Reisestunden ungewiss. Die Zustimmung des Flughafenmitarbeiters bei Abgabe der Räder, geäußert in seinem Kommentar „Da wird bestimmt nix dran kaputt gehen“, gibt Anlass zur Hoffnung, dass die „Grand Tour de Cubas Oriente“ tatsächlich am 12.12.2009 gestartet werden kann …

    Frankfurt erreichen wir mit Lufthansa um immer noch früh morgendliche 7:30 Uhr. Obwohl sich heute früh nicht gerade ‚Selten-Flieger’ auf den Weg gemacht haben, bedarf es danach wahrhaft detektivischer Spitzenleistungen, um das richtige Gate für den Weiterflug zu finden. Doch auch das kann uns jetzt nicht stoppen. Und so hebt die Boeing 767 gegen halb zehn nahezu pünktlich gen Osten ab.

    Wohl niemals zuvor saß eine größere Vielfalt – Mensch und Tier – so eng zusammen, wie an eben diesem Morgen: Die auffallend unnatürliche Blondine mit ihrem kleinen Hund auf dem Schoß direkt vor uns, der bereits nach Alkohol stinkende und selbigen schon kurz nach dem Start wieder verlangende Symbol-Hemd-Träger direkt daneben. Aufgeregt schnatternde kubanische Frauen mit ausladenden Bäuchen schaffen es doch tatsächlich lautes Kindergeschrei sowie das nur zeitweise zu vernehmende Bellen des Spitzohr-Hundes vor uns noch zu übertönen. Nur einer bleibt ruhig. Ohne dass er es erfährt, taufen wir ihn … ‚Don Pedro’ – der Pate von Cuba, dem die Hand auch im Schlaf schon mal gerne ausrutscht. Er setzt sich auf den ihm zugewiesenen Platz und fällt sofort in einen Tiefschlaf, aus dem er nur noch einmal erwachen wird. Und zwar in dem Moment, da ihm sein zweites Kuschel-Kissen, welches er mir gleich zu Beginn geklaut hat, vom Boden aufsammeln muss. Den Gratis-Begrüßungs-Cocktail um halb 11 verschläft er …

    Zehneinhalb Stunden später ist es geschafft. Flug DE 5196 setzt auf der holprigen Piste von Holguín auf. Schon bald queren wir zu Fuß das Rollfeld und spüren mehr als 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein um 14:00 Uhr Ortszeit. Geschafft!

    Nach zwei Stunden, drei Einreisekontrollen und zusätzlicher Anmeldung des Netbooks beim kubanischen Zoll stehen wir auf der Suche nach einem Taxi vor der Tür des Flughafengebäudes. Neben und vor uns die riesigen, von wem auch immer aufgerissenen Fahrrad-Kartons sowie die durchsichtigen Tüten mit den Fahrrad-Packtaschen. Der erste Schock darüber, dass unsere Fahrrad-Kartons weit aufgerissen durch die Masse der Schaulustigen das Kofferband entlang fuhren, ist vergessen. Die erfolgreiche Kuba-Einreise wird sodann mit einem (oder zwei) Cristal und einem weiteren Bucanero vom sofort präsenten Straßenhändler gefeiert.

    Harald Schmidt …
    Da ist er wieder!
    Der Typ, der aussieht wie Harald Schmidt.
    Der Typ, der sich insbesondere aber auch dadurch auszeichnet, dass er mit weit aufgerissenem Mund schläft und – wie wir später lernen sollten – in Holguín dafür bekannt ist, nur dreieinhalb Monate für eine komplette Kuba-Runde mit dem Fahrrad zu benötigen. Ein kurzes Gespräch mit Kuba-Kenner Johannes, wie er tatsächlich heißt, und schon sitzen wir mit Haralds Double und seinem kubanischen Empfangskomitee, Alina und Francisca, in einem großen Taxi. Neben und über uns die eigenen und Haralds, ääääh, Johannes’, Fahrradkarton. Obwohl sich der Chauffeur zunächst noch händeringend gegen Mitnahme des dritten Kartons gewehrt hat, freuen wir uns nun, dass dieser einen ganz hervorragenden Tisch für das noch nicht ganz geleerte erste 2009er-Kuba-Bucanero bietet.

    Die zwölf Kilometer vom Flughafen in die „City“ von Holguín vergehen Dank Harald und seinen beiden „Freundinnen“ wie im Fluge. Bei Ankunft in der vorab aus Deutschland gebuchten Casa Particular bei Señora Cary ist man hoch erfreut über uns und unser nicht zu übersehendes üppiges Gepäck. Dennoch lernen wir schon bald von der harsch herrschenden Hausherrin, dass wir uns – trotz Reservierung – auf eine andere Casa einstellen müssen. Schade eigentlich, hatten wir doch die Casa bei Señora Cary extra ausgewählt, weil sie uns nach anstrengender Reise zwei Einzelzimmer in ruhiger Lage versprach.

    Nun denn, nach Besichtigung alternativer Unterbringungs- möglichkeiten lassen wir uns erschöpft auf Unterbringung in der nahen Casa Juan mit einem einzigen 1,40 Meter breiten Bett ein. Es ist bereits dunkel und die Fahrräder, die sich noch im Innenhof des Hauses der um uns herumsitzenden, sehr interessierten Familie der Señora Cary befinden, wollen ja auch noch zusammengebaut werden – Überprüfung auf Vollständigkeit und Unversehrtheit inklusive …

    Nachdem der erste Ärger über Lackschäden sowie abgebrochene Fahrrad-Halterungen verflogen ist und die Drahtesel für den morgigen ‚Ritt’ nach Guardalvaca (angebliche Entfernung: 57 Kilometer) montiert sind, werfen wir unsere Sachen in der neuen Casa ab und essen danach in der Innenstadt – wie wir es nicht anders aus dem letzten Jahr kennen – frittiertes Hühnchen mit Reis zu Abend – keineswegs jedoch ahnend, dass währenddessen neben unserer Unterkunft die lauteste Musikanlage Kubas aufgebaut wird …

    Autor: Detlev Braack
    GPS: Christoph Witte
    Foto: Detlev Braack und Christoph Witte
    Abenteuersuchende: CasEr nicht, Detlev Braack und Christoph Witte

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